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Self-Hosting vs. Cloud — Was kostet dein Stack wirklich?

Marco Carstensen·9. März 2026·3 Min. Lesezeit

Wer sich mit Self-Hosting beschaeftigt, kennt die Frage: Lohnt sich ein eigener Server — oder ist die Cloud guenstiger?

Die Antwort haengt von vielen Faktoren ab: Wie viele Websites betreibst du? Wie viel Traffic kommt rein? Brauchst du eine Datenbank? Arbeitest du allein oder im Team?

Genau dafuer habe ich den Self-Hosting Kosten-Rechner gebaut — ein interaktives Tool, das die monatlichen Kosten von Self-Hosting mit Cloud-Diensten wie Vercel, Netlify, Hetzner Cloud und AWS vergleicht.

Was der Rechner kann

Der Rechner nimmt fuenf Eingaben entgegen:

  • Anzahl Websites/Apps (1–50)
  • Monatlicher Traffic (von unter 10.000 bis ueber 1 Mio. Besucher)
  • Speicherbedarf (unter 10 GB bis ueber 200 GB)
  • Datenbank (keine bis PostgreSQL >50 GB)
  • Team-Groesse (Solo bis 20+ Personen)

Daraus berechnet er die monatlichen Kosten fuer fuenf Anbieter — aufgeschluesselt nach Server, Bandwidth, Datenbank und Storage. Die guenstigste Option wird automatisch hervorgehoben.

Warum Self-Hosting oft guenstiger ist

Bei kleinem Traffic und Solo-Betrieb sind Cloud-Dienste oft guenstiger. Ein einzelner Hetzner Cloud VPS fuer 4,49 €/Monat schlaegt jeden Dedicated Server.

Aber sobald Traffic, Team-Groesse oder Speicher steigen, wird es spannend: Vercel und Netlify berechnen Bandwidth-Overages, die schnell dreistellig werden. Ein Hetzner Dedicated Server (AX41 fuer 39 €/Monat) beinhaltet dagegen 20 TB Traffic — inklusive.

Das ist auch der Grund, warum macip.de auf Self-Hosted Infrastruktur laeuft: Proxmox auf Hetzner Dedicated, Supabase selbst gehostet, alles in einem deutschen Rechenzentrum.

Technische Umsetzung

Der Rechner ist eine reine Client-Komponente — kein Backend, kein API-Call. Die gesamte Berechnung laeuft im Browser:

const results = useMemo(() => calculateCosts(inputs), [inputs]);

Die Preisdaten sind in einer separaten pricing.ts-Datei organisiert. Jeder Anbieter hat seine eigene Berechnungsfunktion mit realistischen Staffelpreisen. Das macht Updates einfach — wenn sich ein Preis aendert, reicht eine Zeile.

Das UI nutzt dasselbe Design-System wie der Rest der Seite: Dark/Light Mode, CSS Custom Properties fuer Farben, font-mono fuer technische Labels und font-sans fuer Ueberschriften.

Einbettbar fuer andere Websites

Der Rechner laesst sich per iframe auf anderen Websites einbetten. Unter /embed/self-hosting-rechner gibt es eine standalone-Version ohne Navigation — mit einem "Powered by macip.de"-Backlink.

Auf der Rechner-Seite selbst findet sich ein Copy-Button, der den Embed-Code direkt in die Zwischenablage kopiert:

<iframe
  src="https://www.macip.de/embed/self-hosting-rechner"
  width="100%" height="900"
  style="border:none;border-radius:8px;"
  loading="lazy"
  title="Self-Hosting Kosten-Rechner">
</iframe>

Die Embed-Version hat bewusst kein X-Frame-Options-Header, waehrend alle anderen Routen weiterhin mit SAMEORIGIN geschuetzt sind.

Preismodell im Detail

Fuer Self-Hosting basiert die Berechnung auf den aktuellen Hetzner Dedicated Servern:

ServerPreisEinsatz
AX41-NVMe39 €/Monat≤5 Sites, moderater Traffic
AX5154 €/Monat≤15 Sites oder hoher Traffic
AX10189 €/MonatEnterprise-Workloads

Dazu kommen optionale Kosten fuer einen separaten DB-Server, Storage Box oder CI/CD Runner. Die einmaligen Setup-Kosten (200–400 €) werden im Break-Even-Rechner beruecksichtigt.

Cloud-Preise basieren auf den offiziellen Pro-Plaenen: Vercel ($20/Seat), Netlify ($19/Seat), Hetzner Cloud (CX22 ab 4,49 €) und AWS Lightsail ($5–80/Instance). USD-Preise werden mit 0,92 in EUR umgerechnet.

Fazit

Self-Hosting ist nicht immer die billigste Option — aber ab einer gewissen Groesse fast immer. Der Kosten-Rechner hilft bei der Entscheidung, ohne dass man selbst Excel-Tabellen bauen muss.

Und wenn du den Rechner nuetzlich findest: Betten ihn gerne auf deiner eigenen Website ein.