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BusinessFinder: Wie ich mit der Google Places API ein Lead-Tool für Webentwickler gebaut habe

Marco Carstensen·10. März 2026·2 Min. Lesezeit

Wer als Webentwickler oder Online-Marketing-Agentur nach neuen Kunden sucht, steht vor einer bekannten Herausforderung: systematisch Businesses finden, die tatsaechlich Bedarf haben. Google Maps zeigt das alles — aber manuelles Durchsuchen ist muehsam. Daraus entstand BusinessFinder.

Alle Features, den Tech-Stack und Screenshots gibt es auf der Projektseite →

Der Zwei-Schritt-Ansatz

Ein zentrales Design-Problem der Google Places API (New) ist das Pricing. Verschiedene Felder kosten unterschiedlich viel, gestaffelt nach Basic, Pro und Enterprise-Tier. Die Loesung: Zwei getrennte Schritte.

Im ersten Schritt laeuft eine Text Search — Name, Adresse, Koordinaten. Das faellt unter den Pro-Tier. Im zweiten Schritt werden Details wie Website, Telefonnummer und Bewertungen nachgeladen (Enterprise-Tier). So behaelt man die Kontrolle ueber API-Kosten und kann breit suchen, bevor man selektiv Details nachlaed.

Problem-Score: Die Kernidee

Jedes Business wird anhand konfigurierbarer Regeln bewertet. Sieben Kriterien bestimmen den Score — von fehlender Website (30 Punkte) bis zu wenigen Fotos (10 Punkte). Die Gewichtung laesst sich per GUI anpassen. Ein Friseur ohne Website, ohne Oeffnungszeiten und mit drei Bewertungen bekommt so einen Score von 55 — ein klarer Lead.

Hauptansicht mit Filtern, Statistiken und Business-Tabelle

Learnings

Google Places API (New) vs. alte API: Die neue API ist komplett POST-basiert und die Field Masks bestimmen nicht nur die Antwort, sondern auch den Pricing-Tier. Das macht die Kostenplanung transparenter, erfordert aber sorgfaeltige Planung der Requests.

SQLite mit WAL-Mode war die richtige Wahl fuer diesen Use Case: Schnell, keine Abhaengigkeiten, und die Datenbank ist eine einzelne Datei.

Client-side Filtering funktioniert hervorragend bei ueberschaubaren Datenmengen. Bei 500+ Businesses ist die Filterung instant — kein Warten auf API-Calls.

Was die Daten zeigen

Nach dem Scan von rund 570 Businesses in Hamburg zeigte sich: 105 Businesses haben keine Website. Besonders Handwerker, kleine Restaurants und lokale Dienstleister haben oft digitalen Nachholbedarf — eine klare Zielgruppe fuer Webentwickler.

Detail-Modal mit Problem-Score und allen Google Places Daten

Fazit

BusinessFinder loest ein konkretes Problem: Die systematische Suche nach Businesses mit Optimierungspotenzial. Statt stundenlang Google Maps zu durchsuchen, hat man in Minuten eine sortierte Liste potenzieller Leads.

Das Repo ist Open Source: github.com/utfcmac/businessfinder

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